Jetzt den Investitionsbooster für grünen Wasserstoff zünden
Unser parlamentarisches Frühstück am 25. November 2025 hat eines klar gezeigt: Die Zeit des Zögerns ist vorbei. Die Industrie steht bereit, die Technologien sind verfügbar – aber die politischen Entscheidungen fehlen. Dabei sind die Botschaften aus der Branche eindeutig:
- Alexander Voigt (Turn2x): Spanien, Frankreich und Italien machen vor, wie es geht. Deutschland darf nicht länger Zuschauer sein.
- Jörg Selbach-Röntgen (Biogeen): Die Nachfrage der Industrie nach grünen Molekülen ist enorm – mit einer Grüngasquote als Absicherung können wir investieren.
- Lena Burchartz (Thüga): Die Gasnetztransformation läuft, aber ohne klare Finanzierung bleibt sie ein Papiertiger.
- Markus Sammut (Trading Hub Europe): Rechtssichere Quoten sind machbar und können in der bestehenden IT effizient abgewickelt werden.
- Christian Friebe (STOFF2): Planungssicherheit wird benötigt, um unseren Kunden jetzt eine Investition in eine resiliente zukunftsfähige Energieversorgung zu ermöglichen.
Unser gemeinsames Positionspapier (Download hier) fordert einen Investitionsbooster für grünen Wasserstoff und grüne Moleküle. Warum? Weil Deutschland heute zu 80 % von fossilen Energieimporten abhängig ist – oft aus instabilen Regionen. Diese Abhängigkeit gefährdet unsere wirtschaftliche Stabilität und Versorgungssicherheit. Grüner Wasserstoff und Biomethan sind die Antwort: Sie machen uns resilient, schaffen Arbeitsplätze und sichern unsere industrielle Basis. Die drei zentralen Forderungen sind:
- THG-Minderungsquote und ambitionierte RNFBO-Unterquote beschließen.
- H₂-ready Backupkraftwerke als H2-Ankerkunden etablieren.
- Grüngasquote 2026 umsetzen.
Deutschland kann bis 2030 eine Elektrolysekapazität von 10 GW aufbauen und die EU-Vorgaben erfüllen. Die Industrie ist bereit, die Infrastruktur wächst, die Technologien sind da. Was fehlt? Ein stabiler Heimatmarkt, der Investitionen absichert und Exportchancen eröffnet.
Die Chancen liegen auf dem Tisch. Wer jetzt bremst, gefährdet den Industriestandort Deutschland. Es ist Zeit für entschlossenes Handeln – nicht für weitere Debatten.